Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
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1. Belastungsinkontinenz (Stressinkontinez)
Bezeichnet einen unwillkürlichen Harnverlust beim Springen, Niesen,Tanzen oder Laufen und wird in 3 Schweregrade eingeteilt. Sie kann bis zu einem Rückzug der Betroffenen aus der Öffentlichkeit führen. Ihr Entstehen wird durch vaginale Geburten, Übergewicht und schwaches Bindegewebe begünstigt. Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad und es sollte jedoch, um eine Operation zu vermeiden, immer der Versuch mit Beckenboden-Training, eventuell lokale Östrogengabe und/oder Gewichtabnahme erfolgen.

2. Dranginkontinenz
Unkontrollierter, unfreiwilliger Urinabgang verbunden mit starkem Harndrang.
Die motorische Form
ist auch unter dem Begriff „Reizblase“ bekannt. Es kommt zu einer Funktionsstörung der Blase dadurch, dass die zentrale Hemmung (im Gehirn) gestört ist.
Ursache können sein:
• Östrogenmangel, z.B. in den Wechseljahren
• Blasensteine oder Tumore der Blase oder der Harnleiter
• Neuropathien infolge von Diabetes Mellitus
• Neurologische Erkrankungen, wie Schlaganfall, Demenz oder Parkinson
Die sensorische Form
Bei dieser Form ist die Blase hyperaktiv durch Stimulation der Nerven an der Blasenwand.
Ursachen sind:
• Entzündungen der Harnwege
• Blasensteine oder Tumore

3. Mischinkontinenz
Wie der Name schon sagt eine Mischung aus beiden oben genannten Formen

4. Überlaufinkontinenz
Entsteht durch eine passive Überdehnung der Blasenwand. Die Folge ist ungewollter Urinverlust, wenn der Druck der Blase den Druck in der Harnröhre übersteigt. Der Urinabgang erfolgt so lange, bis wieder ein Druckausgleich geschaffen ist. Dabei verbleibt eine Restharnmenge in der Blase. Folge der Restharnbildung ist oft eine Neigung zu chronischen Blasenentzündungen.
Die Ursachen können sein:
• Kompression der Blase durch Gebärmuttersenkung, Myome oder Tumore
• Chronische Blasenentleerungsstörungen
• Ausgedehnte Krebsoperationen im Becken

5. Reflexinkontinenz
Charakteristisch die oft große Menge an Harnverlust ohne vorherigen Harndrang. Die Ursache ist die Schädigung des Rückenmarks.
Typischerweise tritt dies auf bei:
• Querschnittslähmung
• multipler Sklerose

6. Extraurethele Inkontinenz
Darunter versteht man den Urinabgang durch andere Öffnungen als den Harnleiter.
Die Ursachen sind Öffnungen der Blase wie z.B:
• Nekrosefisteln nach Bestrahlung
• Unbemerkte Blasenverletzungen durch gynäkologische Operationen
• Verletzungsbedingte Fisteln nach Operationen oder Geburten

 

Nähere Abklärung mit Urodynamik erfolgt in speziellen Ambulanzen nach Überweisung.

www.bhslinz.at/medizinisches-angebot/beckenboden-zentrum
KontinenzZentrum im AKh Linz

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